Dürfen Schweine Petersilie Essen?

Dass es Schweinefleisch-Esser gibt, ist kein Geheimnis und dass es unter diesen auch Gourmets gibt, verwundert nicht.

So hat ein Schweinezüchter heraus gefunden, dass Schweinefleisch vieeeel besser schmeckt, wenn das Tier fleißig Petersilie zu essen bekommt, bevor die Schlachtbank ruft:

https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/kuehlenthal-diese-schweine-aus-kuehlenthal-futtern-liebend-gerne-petersilie-id61397331.html

Wir rufen hier aber zur Obacht an alle Schweinezüchter! Achtet bitte darauf beim Ernten, die glatte Petersilie nicht mit der Hundspetersilie zu verwechseln, beide Sorten sehen sich sehr ähnlich. 

Hundspetersilie ist sehr giftig!

Eis essen mit Schoki. So eine Kacke!

Donnerstag war ein Highlight für Schokis Asperger Schulklasse, denn es durfte der hiesige Eisladen aufgesucht werden! 

Ein Schüler wollte kein Eis und zog es vor, mit Schoki auf dem kleinen Platz vor dem Eisladen ein paar Runden zu drehen.

Und während fleißig Eis geschlabbert und geschwatzt wird, fällt Schoki, als er mit dem Schüler auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes unterwegs ist, ein, dass er doch mal ordentlich kacken muss! 

Der arme Schüler war erst überfordert. Er konnte den Haufen nicht unbeaufsichtigt liegen lassen und laut rufen war keine Option. Asperger halt! So nahm er all seinen Mut zusammen und sprach einen älteren Herren an, ob er bitte Frau Meyer von der Eisdiele holen könnte, es gäbe einen problematischen Haufen zu beseitigen.

Dieser war sofort hilfsbereit und unser Schüler war stolz auf sich.

Schokis DNA

Kennst du the Big Bang theory?

Sheldon bekam ein von Leonard Nimoy (Spock) benutztes Taschentuch. Vor Freude beschloss er daraus, Nimoys DNA zu extrahieren und sich kleine Spocks zu züchten. 

Ein Schüler, der die Bang Theorie nicht kennt, hatte im Biologie Unterricht sie selbe Idee, nur eben mit Schoki. Wenn ein Minischwein zu bekommen so schwierig ist, warum nicht selber züchten!

Doch wie bekommt man Schokis DNA? Schnell kamen die Schüler auf die Idee, einfach einen Speichelabstrich mit einem Corona Teststäbchen bei ihm durchzuführen. Gesagt, getan! Doch das Stäbchen überlebte Schokis bissige Neugierde nicht. Das war also nichts.

Und während die Schüler einen nasalen Coronatest durchführten kam die Idee: das Stäbchen kommt in seine Nase!

Schoki fand das in Ordnung und der Schüler ist am Ende der Stunde glücklich mit seiner (Schokis) extrahierten DNA abgezogen und wir haben seit dem nichts mehr zu dem Thema gehört. Es bleibt spannend!

Schoki macht glücklich …

das Familienzentrum Letteallee

Wie unseren aufmerksamen Lesern bekannt ist, haben Asperger-Autisten so ihren Kummer mit größeren Menschenmengen. Um so größer war unsere Begeisterung, als sich zwei sehr mutige Schüler aus Schokis Klasse dazu bereit erklärten, zusammen mit Schoki in das Familienzentrum Letteallee zu kommen, noch nicht genau wissend was uns dort erwartet. Vor Ort erfuhren wir dann, dass sich 6 Kita Gruppen mit je 10 bis 16 Kindern schon freuen, Schoki in einem großen Turnraum kennen zu lernen. Als die erste Gruppe sich von Schoki verzaubern ließ, war unser Erstaunen groß, dass noch kein Kind bis dahin ein Schwein gestreichelt hatte und das Erstaunen war noch viel größer, dass ein Schwein WIRKLICH nicht stinkt 🙂

Nach dem Treffen mit der ersten illustren Kita Gruppe strich einer der beiden mutigen Schüler die Segel. Sehr erbleicht stellte er fest: Zu viele Informationen und Impulse, ich kann nicht mehr! Natürlich durfte er gehen und unser verbleibender Schüler blieb tapfer und fasziniert dort. Begeistert stellte er fest, dass Kindergartenkinder eine sehr spannend zu beobachtende Sache sind. Nach der 3. Gruppe erklärte er sich sogar bereit, selbst den Kindern Rede und Antwort zu stehen und moderierte begeistert und fleißig! Selbst dem Stadtrat, der Schoki zum Anlass nahm das Familienzentrum zu besuchen, erzählte der Schüler was vom Schwein. Nachzulesen in der Reinickendorfer Eulenpost Nr. 43 auf Seite 21.

Nachdem die 6 Gruppen abgearbeitet waren, sind Schoki (der Öffentlichkeitsarbeit ja schon kennt) und der Schüler (der damit an diesem Tag zum ersten mal zu tun hatte) überglücklich zurück in die Schule gefahren und wir sind gespannt ob der Schüler seine Zukunft unerwartet doch im pädagogischen Bereich finden könnte!

die Bewohner im Altenheim

Morgenstund hat Gold im Mund! Getreu diesem Motto hat auch Schoki gern sein Gold in Form von Leckereien, die sich vornehmlich auf Wiesenböden finden lassen im Mund und weckt Conny vor allem im Urlaub gern zeitig, um dies einzufordern. Wer kann einem hungrigen Minischwein schon widerstehen?

Und da ganz in der Nähe ein Altenheim mit riesiger Grünanlage lag, war das Ziel der „Gold im Mund“ Reise schnell gefunden. Und wie wir es schon kennen, öffneten sich die Fenster des Altenheimes wie die Türchen eines Adventskalenders. Nur im Minuten und nicht Tagestakt! Einige der Pfleger die vor der Tür eine kleine Pause machten, sprachen Conny natürlich direkt an und einer fragte (nur zum Spaß) ob Schoki nicht mal in das Heim kommen und die Bewohner*innen besuchen kommen könnte. Nach einer sehr zügigen Absprache mit der Leitung und den verantwortlichen Stellen war es dann soweit, das Schwein durfte in das Altenheim!

Kaum war er 10 Minuten drinnen, stellte Schoki fest, dass er sich in der Nähe von Rollstühlen eher unwohl fühlt und so wurde dann um diese ein großer Bogen gemacht! Das er mit Rollatoren kein Problem hat, lernten wir schnell, da sich eine Heimbewohnerin zum Ziel gesetzt hatte Schoki auf Schritt und tritt zu verfolgen. Erstaunlicherweise ließ er sich sofort von ihr streicheln und so begann eine Liebesbeziehung auf den ersten Blick!

Viele Geschichten der Bewohner*innen zu ihren Erfahrungen mit Tieren aufzuwachsen und zu leben später, ging Schoki mit Conny an der Leine wieder zurück nach Hause und die Türchen des Advent Kalenders schlossen sich langsam.

das Oberstufenzentrum

Alles für die Bildung! Einige unserer Schüler, die sich nach dem Schulabschluss einen weiteren Schulbesuch vorstellen können, haben von einem ehemaligen Schüler aus Schokis Klasse eine Einladung zu einem Besuchstag erhalten.

Während die Schüler mit Schoki im Foyer auf den Ehemaligen warteten, füllte sich das Foyer schnell. Der Hausmeister, diverse Lehrer*innen, Sekretär*innen und weiteres Volk kamen aus verschiedenen Fluren und Räumen geschlichen. Ist hier wirklich ein Schulschwein? Tatsächlich! Als dann endlich der Ehemalige kam, waren unsere beiden Schüler froh, dem Wirbel etwas entgehen zu können und sich in Ruhe auszutauschen und das OSZ kennen zu lernen.

Als Schoki dann nach einer Weile auf der Grünfläche gegenüber des OSZ war, um sich zu erholen, kam ein Anzugträger angelaufen. Der Direktor hatte mittlerweile auch vom Schulschwein erfahren und wollte die Chance auf ein Schwätzchen und Selfie nicht verstreichen lassen!

Schoki MACHT halt Schule und Bewegung für alle 🙂

Was kann ein Therapieschwein machen, wenn es im Klassenraum voller herausfordernder Schüler mal so richtig kracht?

Nichts!

Wenn ein gewisser Grad überschritten ist, kann nur noch Schadenminimierung betrieben werden.

Wenn es einem Schüler schwer fällt, seine innere Wut bei sich zu behalten oder umzulenken, tritt folgende Formel in Kraft:

herausfordernde Umstände + herausfordernder Schüller = Knall

Oft gelingt es den Schülern, sich mit Schoki herunter zu fahren, doch manchmal sind die Umstände zu herausfordernd. Es bedurfte der Gegenwart von 4 Polizisten, um einen Knall (siehe Formel) vor der geschlossenen Klassentür zu beruhigen.

Schokis Einsatz Teil 1

Im Klassenraum selbst befanden sich die restlichen Schüler und eine erwachsene Begleitperson, die zum Teil unter Adrenalin standen. Nicht wissend was sie tun sollten, während sie die Ereignisse vor der Tür hören konnten, beschlossen sie gemeinsam Schoki zu füttern. Zitat eines Schülers in der Nachbesprechung: „Es ist unglaublich beruhigend, Schoki zu füttern und ihm beim Essen zu zuschauen“.

Schokis Einsatz Teil 2

Nachdem es den Polizist_innen und Conny gelungen war zu schlichten, betraten sie mit dem Schüler den Klassenraum und ließen sich, nicht wenig erstaunt, mit dem Klassenschwein bekannt machen. Der Schüler machte eine kleine Pause auf seinem Platz. Ob die Beamt_innen uns eine Kopie ihres Selfies mit Schoki zukommen lassen werden, bleibt abzuwarten.

Schokis Einsatz Teil 3

Die Beamt_innen haben es sich auch nicht nehmen lassen, noch einen Spaziergang mit dem Schüler und Schoki auf dem Pausenhof zu machen. Was für ein Anblick. Natürlich hatte die halbe Schule etwas von dem Polizeieinsatz mitbekommen und der Spaziergang von Schoki unter Polizeischutz war sicher ein interessantes Bild. Jedenfalls waren viele Scheiben von innen beschlagen.

Polizei nutz tierische Deeskalationsmethode!

Sie gaben dem Schüller dann noch mit auf den Weg, dass er es schaffen kann, sich besser im Griff zu haben und dass er mit dieser coolen Schule echt SCHWEIN gehabt hat!

Der Abend brach herein …

… und als Schoki und Conny endlich die Schule verlassen konnten und zum eigenen Emotionsabbau durch den Kiez spazierten, wäre dies ein schöner Moment für den Feierabend gewesen.

rpt

Schweinerei im Radio I

Es ist früher morgen gegen 6:00 Uhr.

Eine Schülerin aus der 3. Klasse hört Radio Teddy:

Der Moderator Tim hatte im Zuge seiner Morgensendung eine Challenge verloren und musste dafür ein Glücksschwein ins Radio bringen.

Am nächsten Tag klingelt Connys Telefon und die Schuldirektorin ist dran: 

Conny! Kannst du Montag morgen um 6 Uhr mit Schoki und evtl. ein paar Schülern bei Radio Teddy sein?

Kurz stockte der Atem, denn das Radio Teddy Studio ist in Potsdam- Babelsberg.

Wie genau es zu der Einladung kam, konnte die Direktorin nicht erklären, doch aber soviel, dass dieses Manöver von vorher erwähnter Schülerin der 3. Klasse ins Rollen gebracht wurde!

Sofort wurden alle Schüler aus Schokis Klasse über die Einladung informiert und TATSÄCHLICH fand sich ein Schüler bereit, dass Bett zu ungewöhnlich früher Stunde zu verlassen. Ebenso sein Vater, der ihn von Berlin dorthin fahren durfte (Vielen Dank dafür!).

Auch Winja, Connys Wirbelwindkind, hatte große Lust mitzukommen und so traf die übermüdete aber gespannte Crew morgens früh im Sender ein. Es ging direkt ins Studio und ohne eine Vorbereitung- oder Warnung (es gab aber angeblich Kaffee) begann die Live Sendung.

Der Moderator war überglücklich seine Aufgabe erfüllt zu haben und es wurde fleißig gefragt, geantwortet, geplaudert und gegrunzt. 

Nachdem das Interview beendet war sind alle leicht müde aber glücklich in ihre Schulen gefahren. 

An diesem Tag war Schoki ungewöhnlich lange in seinem Rückzugshäuschen und hat geschlafen. Das frühe Aufstehen ist er dann doch nicht gewohnt und Kaffee für Minischweine gibt es nicht. 

Die Ruhe wurde ihm gegönnt und es war an diesem Tag besonders leise in der Klasse, was nur durch gelegentliches Gähnen von Conny und dem frühaufstehenden Schüler unterbrochen wurde.

Im Laufe des Tages machte Conny die Schülerin, die alles ins Rollen brachte ausfindig und dankte ihr auch im Namen von Schoki mit einer Autogrammkarte von Christina und Tim. 

Die Sendung nachhören könnt ihr hier:

Teil 1: https://my.hidrive.com/lnk/nunnIpxS

Teil 2: https://my.hidrive.com/lnk/QynnowHq

Und was Conny und Schoki sonst noch so erzählt haben, hört ihr bei Radio Teddy+.

Schweinerei im Radio II

Schoki ist ja das einzige uns bekannte Schulschwein Deutschlands, aber war er auch das erste Schwein im Studio eines Radiosenders? Nein! Eine rührende Geschichte trug sich im Jahre 2018 in Mecklenburg Vorpommern zu. 

Eine Minischweinzüchterin fand im Schnee ein just geborenes Ferkel, das seine Mutter verloren hatte. Nachdem sie es wieder aufgepeppelt hatte gab sie das Schwein über Radio MV zur Adoption frei. Hunderte von Hörer*innen wollte dem Schwein ein neues zu Hause geben aber ein Moderator nahm sich des Schweines an und machte es zum offiziellen Radio MV Schwein. 

Ob Schoki da auch mal zu Besuch kommen kann? Immerhin haben beide Radioerfahrung 🙂

https://www.radioszene.de/120955/antenne-mv-minischwein-ferkel.html

Das andere Radioschwein heute

Der Moderator, der das Schwein adoptierte, ist mittlerweile in der Jugendarbeit und das Schwein arbeitet dort, genauso wie unser Schoki, mit! Der Name des Schweines ist etwas verwegener als Schoki’s, fängt aber mit den selben drei Buchstaben an: Schnitzel .

https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-ruegen/grimmen/radio-moderatoren-schmeissen-job-und-wechseln-in-die-jugendarbeit-A3TS3ZF7YN2NLMTD2HPC7HL5WE.html

Wildschweine sind Rottentiere… immer?

Eine Wildschweinrotte wird immer von einem Weibchen (Bache) angeführt, die über viel Lebenserfahrung verfügt. Rotten setzen sich aus den Weibchen, Frischlingen und Überläufern zusammen. Überläufer sind quasi die Teenager unter den Schweinen, also Schweine im zweiten Lebensjahr. Häufig bilden die Überläufer aber eigene Überläuferrotten. Die Keiler kommen nur zur Paarungszeit zu einer Rotte dazu und wandern danach wieder ab und leben für den Rest des Jahres alleine.

nzwischen weiß man, dass die Dynamik innerhalb und zwischen den Rottenverbänden viel größer ist als bislang geglaubt. Rottenmitglieder trennen können sich temporär oder auch dauerhaft von der Rotte trennen.

Also lautet die Antwort auf die Obige Frage: Nein! Männliche Wildschweine lösen sich auf jeden Fall von ihrer Rotte.

Quelle:

https://www.wildtierportal.bayern.de/wildtiere_bayern/099052/index.php

Da guckt das Reh!

Hier ein Beispiel: 

Im Spandauer Forst gibt es ein Wildschweingehege und nebenan ein Rehgehege. „In Nachbars Garten ist es immer grüner“ dachte sich eines der im Gehege lebenden Wildschweine und siedelte kurzer Hand in das Nachbargehege über und suchte sich eine komplett neue Familie: Die Rehe von nebenan! So konnte man in den folgenden Tagen beobachten wie das Wildschwein sich mit den Rehen arrangierte und mit ihnen die besten Futterplätze teilte. Stand heute hat das Wildschwein bei den Rehen sein neues zu Hause gefunden, womit wieder mal ein Beweis erbracht ist, dass sich Wildschweine nicht ausschließlich wildschweinische Rotten suchen, sondern auch Alternativen beanspruchen können. Schoki, du bist mit deiner nicht wildschweinischen Rotte leider keine einmalige Ausnahme! Ob er sich noch wohler fühlen würde wenn sich die Meyers sich Rehhörner aufsetzen, bleibt bisher offen.

Biologie Lehramt Student*innen verzückt

Und da gab es mal wieder eine Fortbildung (dieser beiden Blog-Autoren) für Student*innen der Biologie zum Thema: Was ist eigentlich dieses Asperger von dem immer alle reden?

Bestandteil dieser Fortbildung ist es natürlich, die besonderen Gestaltungsmöglichkeiten der Klassenräume zu präsentieren, in denen sich junge und ältere Asperger Schüler besonders wohl fühlen können. Natürlich war das Erstaunen groß, als die Student*innen einen Klassenraum mit Zaungehege zu Gesicht bekamen und groß auch das Erstaunen, als sie erfuhren, was ein therapeutisch ausgebildetes Minischwein im Klassenverbund zu leisten in der Lage ist. Von seiner Wahrnehmungsfähigkeit des Gemütszustandes der Schüler bis hin zu seinem Vorgehen, wenn er angespannte Stimmungen wahr nimmt, bekamen die Student*innen vor lauter Nachfragen die Münder nicht mehr zu. Leider musste die Fortbildung aber weiter gehen und die Student*innen wurden darauf vertröstet, in der Klasse hospitieren zu dürfen, wenn sie weitere Fragen beantwortet haben wollen. Guter Deal!

Schoki’s kleine (erfundene) Weihnachtsgeschichte

Der Weihnachtsmann saß dickbäuchig und völlig aus der Puste vor dem Spielzeugladen auf seinem prächtig geschmückten Stuhl. Es war Vorweihnachtsabend und eine Horde von Kindern johlte und bettelte um einen Platz auf seinem Schoß und den damit einher gehenden Foto und Mini Geschenk. Ein Kind auf seinem Schoß fragt ihn, warum er so aus der Puste ist und ihm fällt nichts besseres ein als die Wahrheit: Meine Rentiere haben Erkältung und darum musste ich den weiten Weg vom Nordpol hierhin laufen. Davon ist sogar der Weihnachtsmann aus der Puste! Ein kleines Mädchen, das in der Menge steht, hört trotz des Lärms der anderen Kinder die Geschichte des Weihnachtsmannes und läuft beherzt davon. Als sich die Reihen der Kinder viel viel später völlig gelichtet haben, steht nur noch das Mädchen mit einem Schlitten zur linken und einem Minischwein zur rechten da.

„Na kleine, willst du auch ein Geschenk haben?“ Fragt der Weihnachtsmann und natürlich kommt das Kind mit dem Minischwein an der Leine auf den Schoß und bekommt Foto mit Geschenk. „Was hast du denn da alles mitgebracht?“ Fragte der Weihnachtsmann da und das Mädchen erklärte, das Minischweine ja als Wildschweine auch super stark und super schnell sein können und den Weihnachtsmann wieder zurück bringen kann!
Der Weihnachtsmann bekommt vor Rührung eine Träne im Auge. Das Mädchen bittet ihn: „Schick das Minischwein aber bitte schnell wieder zurück, sonst vermisse ich es ja“ und der Weihnachtsmann hat eine Idee: „Das bekommen wir mit dem Weihnachtszauber hin“, spricht er „und das geht so: Ich gehe jetzt auf den kleinen Schlitten und du zählst bis 50. Bis dahin bin ich dank Minischwein wieder am Nordpol und von da aus kann ich das Minischwein und den Schlitten wieder zurück zaubern. Der Zauber wirkt aber nur wenn du beim Zählen die Augen zu hast, sonst kann ich beides nicht zurück zaubern!“

Brav beginnt das Kind zu zählen. Als es bei 20 angekommen ist, hört sie das schallend laute HOOOHOOOHOOOO des Weihnachtsmannes, wie es sich langsam immer weiter entfernt. Bei 50 angekommen stehen der Schlitten und das Minischwein wieder genau da, wo der Weihnachtsmann den Schlitten betreten hatte und das Minischwein kaute glücklich eine Walnuss. Bestimmt vom Weihnachtsmann denkt das Kind bei sich. „JUHUUUU der Zauber hat gewirkt“ freut sich das Kind und läuft mit der schönsten Weihnachtsgeschichte jemals mit Schwein und Schlitten nach hause.

Schoki’s kleine Sylvestergeschichte

…ich will auf’s Land! Diesem auch aus einem Rainald Grebe stammenden Ausruf folgend, haben sich Schoki und die Meyers über die Sylvesterzeit aus gutem Grund auf’s Land verzogen! Weite Kuhwiesen umringt von kleinen Wäldchen, frühlingshafte Temperaturen und kein Niederschlag! Ein traumhaftes Wetter also und kein Geböller zu hören, bei dem Schoki sehr erschrickt. Mit dieser Erkenntnis übrigens wird jeder Jäger bestätigen, dass aus Schoki kein Jagdhund werden kann^^

Aber halt! Eine Kuhwiese? Hat Schoki denn keine Angst vor den riesenhaften Vierbeinern? Könnten die Kühe Schoki für ein Kalb halten? Keine Bange! Trotz des warmen Wetters sind die Kühe im Winterquartier. Für Schoki bedeutet das als Extrabonus, dass ihm keiner die auf der Wiese liegenden Walnüsse streitig macht! Ein Festmahl also.

…ob die Meyers zum Neujahrsfest auch was zu essen gefunden haben?

Die Geschichte einer Schülerin die Morgens Schoki besuchen kam

Und wieder einer dieser frühen Morgen vor Schokis Klasse. Zwei jüngere Schülerinnen aus einer Nachbarklasse stehen in der Klassentür und beobachten durch den noch unbeleuchteten Raum Schoki in seinem Gehege. Als er am Zaun schnuppert, ruft die eine aus „Achtung, Schoki will ausbrechen und weglaufen!“ 

„Keine Angst, dann würde er wieder kommen“ beruhigt die andere. Unsere Neugier ist geweckt wie sie darauf kommt.

Ihr Opa hat ein großes Außengehege, in dem Wildschweine leben. Nach einem Sturm hat ein umgefallener Baum ein Stück des Zaunes zerstört und die Wildschweine sind in das waldige Umland entlaufen.

Auf die Frage ob der Opa es geschafft hat die Tiere wieder einzufangen verneinte sie. Die Wildschweine sind am nächsten Tag alle von selbst wieder in das Gehege zurück gekehrt. Vielleicht weil es doch leichter ist sich füttern zu lassen, als selbst Essen zu suchen spekuliert sie. 

Und weil Schoki im Grunde ja auch ein Wildschwein ist, so spekuliert sie weiter, wird er vermutlich auch zurück kommen!

Unser Gedanke: In der Schule würde Schoki sicher nicht verhungern ^^

Des Schoki’s neue Kleider!

Was für ein wundervoller Tag! Ein Schüler aus Schokis Klasse stürzt morgens geradezu in den Klassenraum, jedoch nicht mit dem unter einer finsteren Kapuze verborgenen Gesicht, sondern sichtbar leuchtenden Augen und einem von Ohr zu Ohr reichenden Grinsen.

„Ich hab Schokis Mantel mitgebracht“ lässt er verlautbaren! Seine Nachbarin ist nicht nur Rentnerin sondern auch eine begeisterte Näherin die, nachdem sie von Schoki hörte, sich sofort bereit erklärte, dem „armen“ Schwein einen Wintermantel zu nähen. Nach vielen Arbeitsstunden wurde unser Lieblings Minischwein also in seinen neuen Mantel gehüllt und er passt wie extra für ihn angefertigt. Ist der Mantel ja auch 🙂

Als Schoki dann zum Ende der 2. Stunde verlautbaren lässt das er mal kurz raus müsste, kam ein Moment der Erkenntnis: Es gibt an der Unterseite des Mantels keine Öffnung durch die das Pipi hindurch könnte.

Gut das vorher geschaut wurde, denn als Windel lässt sich der Mantel bei der Kälte sicher nicht gebrauchen!

Es wir nachgearbeitet in der rüstigen Rentnernähstube.

Winterruhe!

Wildschweine (also auch Minischweine) machen ja bekanntlich keinen Winterschlaf. In freier Wildbahn können sie durch aufwühlen des Bodens was zu essen finden und haben sich instinktiv eine Speckschicht angefressen die recht warm durch den Winter hilft. Trotzdem verfallen diese Tiere in eine Art „aktiver Ruhemodus“. So ist bei Schoki zu beobachten das er seine agile sommerliche Ader gegen die Sofaorientierte Winterader ausgetauscht hat. Bald wird es wieder wärmer! Bald…

Da können Schüler*innen eifersüchtig werden!

Zwar schützt die angefressene Speckschicht den Körper bis hin zu den Füßen vor der Kälte, jedoch sind -10 Grad und ein eisiger Gehweg auch für das härteste Minischwein zu viel des Guten! Als Frau Meyer eines morgens verkündet, dass Schoki an diesem Tag wegen Außenkälte zu Hause bleiben darf, weiten sich die Augen der Schüler! Sofort wischen Finger über Telefone oder klackern auf Laptop Tastaturen. „Was macht ihr denn?“ rfagte Frau Meyer und die Schüler mussten selbst schmunzeln als sie bemerkten das alle unabhängig voneinander geschaut haben, ab welcher Klassenraumtemperatur sie selbst zu Hause bleiben können. Na, werter Leser, haben Sie eine Idee?

Hier wurde 16 Grad Celsius ermittelt.

Dank natürlicher Körpervorgänge pubertierender Menschen ist eine Gesundheitsgefährdung durch eine zu niedrige Temperatur eher unwahrscheinlich. Da könnten olfaktorische Aspekte dann eher gefährdend sein.

Und immer wieder morgens

…ist es zu dieser Jahreszeit im Treppenhaus der Schule dunkel und still. Und immer wieder morgens schleppen sich krumme Buckel an denen sich Schüler*innen befinden die vielen Stufen hinauf. Nur hin und wieder gellt ein lautes „SCHOOOOKIII“ aus den Mündern einiger Schüler*innen die darauf hin wieder Kerzen-gerade, lächelnd und gut gelaunt die Treppe hinauf laufen.

Und immer wieder morgens

…stehen Kinder in der Klassentür. Leider steht das Schoki Besuchsschild (Siehe Schoki Schild Geschichte) nicht immer vor der Klasse und die Kinder in der Tür nehmen ihren Mut zusammen:

„Dürfen wir kurz rein kommen und Schoki hallo sagen?“

Aber die Schüler in der Klasse sind von der langen Exkursion am Vortag so erschöpft das sie bitten ein anderes mal wieder zu kommen. Die Ruhe sei ihnen gegönnt!

Und ein mal zur Mittagszeit

…hören wir von einem in Berlin Mitte lebenden Nandu! Schau mal einer an, da gibt es ja noch mehr Tiere in der Stadt, die man nicht so oft in freier Großstadt Wildbahn zu Gesicht bekommt! Am Wochenende wird Schoki bestimmt eine Extrarunde beim Gassi-gehen drehen und mal Ausschau halten.

https://www.tag24.de/thema/tiere/tiergeschichten/guck-mal-mami-da-geht-einer-mit-nem-vogel-in-berlin-gassi-2572040

Schoki und die Mathe Klausur

Donnerstag Morgen, 07.55 Uhr. Im Klassenraum herrscht andächtige Stille, nicht verwunderlich vor einer wichtigen Mathearbeit. Nur das eine oder andere Blatt raschelt und Schoki schaut erwartungsvoll den Schüler L. an.

„Das tut mir leid, Schoki“ sagt dieser plötzlich zum Schwein, „wenn ich dir jetzt was zum Essen gebe, bettelst du die ganze erste und zweite Stunde weiter. Da kann ich aber nicht, weil wir eine Klausur schreiben!“

Schoki quiekt kurz.

„Nach der Klausur bekommst du sofort etwas“ sagt der Schüler und Schoki macht es sich in seinem Minischweinehaus auf der Wärmedecke gemütlich. Bis zum Ende der Klausur, denn da bekommt er Gurkenstücke und Aufmerksamkeit von L.

Nächstes Jahr ist Klassenfahrt!

Die Jugendherberge hat Verständnis für das Therapieschwein und Schoki kommt mit. Ein Schüler macht schon Monate vor der Fahrt deutlich: „Hier muss sich keiner eine Hoffnung machen, den Frühspaziergang um 06 Uhr mit Schoki mache ICH!“

Die Klasse akzeptiert den Wunsch des Schülers ohne einen weiteren Kommentar. Das passiert selten!

Die Hundefotografie

Freitag, Feierabend und Fahrt nach Hause! Ein müdes Minischwein macht sich nach einer lebendigen Schulwoche auf den Weg nach Hause und lässt Frau Meyer die Leine halten. HALT STOP WARTEN SIE ruft es da aus einer offen stehenden Tür.

Kommen Sie doch bitte mit dem Minischwein mal her, ich möchte ein Foto machen!

OOOOCH NÖÖÖÖÖÖ Kommen Sie doch bitte zu uns, das Minischwein und ich sind müde und wollen nach Hause!

BIIITTEEEE

NÖÖÖÖÖ
BIIITTEEEEE
NÖÖÖÖÖ
BIIITTEEEEE, ich hab doch grad alles aufgebaut!

Was haben Sie denn aufgebaut?

Ich bin Hundefotografin und hatte eben ein Shooting, alles steht perfekt!

NA GUT! Ein kleiner Gurkensnack und die Sache ist für Schoki geritzt! Auf ging es also zum Shooting

bei der Hundefotografin

Tiergestütztes Coaching

Schoki hat ein neues Aufgabengebiet übernommen. Einmal in der Woche übernimmt er das Co-Coaching eines jugendlichen Asperger-Autisten. Ein neues Erfahrungsspektrum für Conny und Schoki, aber bislang doch von Erfolg gekrönt. „Aufrichten, Brust raus und Blick in die Richtung wo du hinwillst.“ lautet die Aufgabe. Die dritte Sitzung und Schoki läuft bereits gut gelaunt hinter unserem Coachee hinterher und manchmal auch vorne weg. Gemeinsam erkunden sie nun wöchentlich die Umgebung rund um die Schule und jede Woche gibt es eine neue Zusatzaufgabe. Wir sind gespannt wie es weiter geht.

Mal wieder etwas aus der Presse

In der „p7-Galerie“ in der Prenzlauer Allee kann man inzwischen einen Coworking-Space zwischen u.a. zwei Minischweinen einrichten. Wird einem die Arbeit zu viel, kann man nebenbei Füttern und Ausmisten. Mehr dazu gibt es im Tagesspiegel zu lesen:

Zoom-Konferenz im Schweinestall

In Niedersachsen hat sich ein Wildschweinfrischling einer Kuhherde angeschlossen. Das Schweinchen ist inzwischen komplett in die Herde integriert. Offensichtlich können sich auch Wildscheine neue Rotten suchen und sich dort abseits ihrer Artgenossen wohl und zu Hause fühlen. Mehr dazu gibt es im Spiegel:

Wildschwein-Frischling schließt sich Kühen an

In Weißensee gab es auch lange Zeit ein Minischwein, das ebenso wie Schoki in der Stadt spazieren ging und viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Unter viel Tränen musste sich dessen Besitzer aber nun leider von seinem Schweinchen verabschieden, da es nicht mit nach Barcelona umziehen konnte. Die Herzzerreißende Geschichte dazu gibt es in der Morgenpost:

Hausschwein Shade aus Weißensee zieht aufs Land

Herbstimpressionen

Zum Schluss noch ein paar Herbstimpressionen. Schoki fühlt sich wie im Schlaraffenland. Überall liegen Äpfel, Walnüssen, Haselnüsse, Eicheln, Pflaumen, Birnen, Bucheckern und vieles mehr auf dem Boden. Ein Spaziergang bedeutet im Moment für Schoki, einmal richtig den Bauch voll hauen. Soll er machen, bald kommt der Winter und dann zieht er sich bekanntlich für Monate unter seine Decken zurück. Ein bisschen Polster kann also nicht schaden.