Was wohl heraus gekommen wäre, hätte man dem Naturfotografen Ansel Adams ein Minischwein vor die Linse gestellt. Danach jedenfalls sehen die ersten Bilder für den Kunstunterricht in Schokis Klasse aus, in dem er anscheinend eine Rolle zu spielen hat.
Doch diese Pitoreskien sind nur Mittel zum Zweck. Für ihr Warhol Projekt, durften sich die Schüler ihren Held*in aussuchen und diese*n zu Popart verarbeiten. Da sich alle recht schnell einig waren, dass wegen persönlicher Präferenzen kaum Einigkeit besteht, wurde Schoki als Vorbild aller erkoren!
Jetzt Kann Popart Schoki von allen an der Klassentür bewundert werden.
Da ist Schoki Asperger!
Erste Amtshandlungen Schokis, nach dem Betreten der Klasse, sind:
in sein Gehege zu düsen und Schüler L. so lange anzubetteln, bis dieser ein Stück Gurke o.ä. heraus rückt. Dabei quiekt er leise wimmernd und legt den melancholischsten leidvollen „Iiiich hab soooo huuuungeeeer“ Blick auf. Erst wenn L. sich wirklich abwendet, um solchen Nebensächlichkeiten wie dem Unterricht zu folgen, geht Schoki schlafen, bis ihn die drückende Blase oder die nächste Pause zum Aufstehen bewegen. Die erste Stunde ist zum Ankommen gemacht!
#NO SNOW
Uuuuund tippel tippel tippel SPRUNG! Wieder ein Ärgernis in Form von Schnee übersprungen. PUH! Conny will mit mir den Weg voll Schnee laufen? NIX DA! Wir laufen da hinten lang! Und wenn wir zu spät kommen, mir doch egal! Deeeeeen Weg locken mich auch keine 10 Walnüsse!
Außer du trägst mich, Conny. So dann wohl geschehen, munkelt man.
Wo Hunde gemeinhin als die besten Spürnasen gelten, rümpfen Schweine eben diese.
Bis zu 10 Millionen Gerüche kann ein Schwein unterscheiden, wohingegen Hunde auf etwa eine Million kommen. Doch was füllt dieses Geruchsspektrum beim Schwein gegenüber dem Hund aus? Zum Beispiel können Schweine ausgestoßene Hormone von Menschen wahrnehmen.
Ein Mensch hat medikationsbedingt einen hohen Angsthormon-Ausstoß. Das gleiche Hormon, welches beispielsweise bei der Flucht vor einem wilden Tier ausgestoßen wird. Schoki nimmt das Hormon wahr und ist von jetzt auf gleich aufgedreht und rennt wild hin und her und will ebenso wie der besagte Mensch „vor dem wilden Tier flüchten“.
Entfernen sich der Hormon-belastete Mensch und Schoki voneinander, entspannt Schoki sofort.
Hundespielzeug
von einem Schüler seiner Klasse bekam Schoki ein Inteligenzspielzeug für Hunde. Mit Klappen, Schiebevorrichtungen, Hebeln und so weiter muss versucht werden, an das Essen im Inneren des Spielzeuges zu kommen.
Für Schoki ein kurzzeitiger Spaß. Schnell hat er alle Mechanismen erkannt und sich im Anschluss daran gemacht, alle Hebel und Schiebetüren zu entfernen, um ohne Hindernis an das Essen zu kommen. Gibt es auch Intelligenzspielzeug für Minischweine? Bis jetzt müssen wir wohl bei dem Klopapierrollenspielzeug bleiben, welches seine Klasse für ihn erfunden hat.
Schoki und die Impulsenergie
Wie können zwei Menschen einen kleinen Baum mit Wurzel umstoßen? Durch gleichmäßiges hin und her schubsen. Immer schön gleichmäßig. Das gleiche Prinzip funktioniert auch für Schoki, wenn er durch eine mit einem Haken verriegelte Tür will. Immer mit gleichen Impulsen die Schnauze gegen die Tür drücken und klack! Die Tür ist auf. Sehr zum Leidwesen von Bernd der seine Urlaubs-Essenskiste dahinter vor Schoki hatte. Jetzt versucht Bernd es mit abschließen. mal schaun, wie lange Schoki braucht, bis er das Prinzip Schlüssel-Schloss verstanden
…hat die Klasse von Schoki an die armen Meyerleins gedacht, die zu Hause einsam weilen müssen, während Schoki ihren Schüleralltag aufhellt? Warum sonst haben Sie Conny eine Schokischweinpuppe geschenkt? Und was hat es mit dem Topflappen in Schweineform auf sich? Da der Topflappen sehr dünn ist kann es bedeuten: Nichts heißer kochen als es ist, aber der freien Interpretation dazu sei hier Raum gelassen.
Klasse Geschenke für das Schwein
Einer der Schüler hatte im Sommer Mirabellenkerne gesammelt und diese bis zum Winter trocknen lassen. Das Ergebnis ist das feinste Minischweingourmet! Jedenfalls hat Schoki alles andere Essbare nur verächtlicher Blicke gewürdigt, bis die Kerne verzehrt waren. Und was verbirgt sich im Schuhkarton? Das von den Schüler*innen selbst entwickelte Schokispielzeug mit dem sie ihm den Tag versüßen! Leere Klopapierrollen gefüllt mit Holzzellstoff (Klopapier) in das kleine Gürkchen oder Nüsschen eingewickelt sind. Da muss Schoki sich schon spielerisch anstrengen, um an den Inhalt zu kommen.
Mein Weihnachtsgebäck suche ich mir selber aus!
Weihnachten im Bauernhaus. Groß und weitläufig ist es dort und hin und wieder soll es vorkommen, dass auch ein nicht in Schokikunde geschulter Mensch durch die ehrwürdigen Hallen schreitet. Und wenn so jemand eine Geschenktüte mit Keksen auf einer niedrigen Holzbank stehen lässt, können wir uns schnell denken, wer sich sofort darüber her macht: Sira! Nein, Scherz! Schoki natürlich. Als Conny das Schmatz- und Kaugeräusch wahrnimmt, springt sie mit der Eleganz eines Footballspielers dazu, um Schoki davon abzuhalten Sachen zu essen, von denen er Bauchschmerzen bekommen kann. Doch HALT! Halb fliegend erstarrt Conny lächelnd in der Luft als sie erkennt, dass Schoki sich die Gluten-freien Kekse aus der Tüte gemopst hat. Die verträgt er nämlich ganz hervorragend.
Der Verlust eines Zahnes kann für Kinder die größte Freude bedeuten! Immerhin ist ja mit dem Besuch der Zahnfee zu rechnen, womit manchmal die eine oder andere Münze oder manche Leckerei unter dem Kopfkissen zum Vorschein kommt. „Fau Meyer, kommt bei Schoki auch die Zahnfee?“ kam die Frage aus Schokis Stammklasse, als dieser seinen ersten Zahn verloren hat. Ja, auch Minischweine haben Milchzähne und haben sogar eine Gebissreihe mehr zur Verfügung als wir Menschen (zumindest die meisten). Kein Wunder bei dem regelmäßigen Zerkauen von Nussschalen! Ob die Zahnfee jetzt wirklich bei Schoki war, wissen wir noch nicht, da er noch nicht unter sein Kopfkissen geschaut hat
...wer ich? Ja du! Niemals! Wer dann? Schoki hat die Kekse aus der Dose geklaut!
Oink Oink! Wie der Tannenbaum und das Christkind gehören frische Kekse für die meisten zum weihnachtlichen MUSS! Bei den Meyers ist das nicht anders und die Kekse, Plätzchen, Kuchen und Lebkuchenhaus Produktion läuft auf Hochtouren! Da wuseln alle 5 menschlichen Meyerwichtel durch die Küche und verbreiten den Küchenzauber der Weihnacht. Nur Schoki hat Probleme mit dem Kneten des Teiges und dem Ausstechen kleiner Formen und ist bei dem Trubel eher ein Zaungast. Aber weeehe die Kekse liegen unbeobachtet in der Küche und die vom Backen müden Meyers auf dem Boden oder dem Sofa, dann hat die Stunde unseres Sprungschweines geschlagen und es werden Kekse gelootet! Sehr clever, Schoki!
Schoki und Springfield
Ob es wirklich die Heimat der Simpsons ist, in der dieser kleine Zoo sein zu Hause hat wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist, dass der Sohn der Leiterin des Springfielder Zoos sich eine Wohnung mit Blick auf Schokis Hinterhof gemietet hat. Über Weihnacht besucht Mama ihren Sohn in Berlin. Im Zoo in Springefield arbeitet jene Mutter am liebsten mit Kindern, erzählt sie Conny auf dem Berliner Hinterhof und fragt zum Thema Schoki Löcher in den Bauch! Ob es bald im Springfieder Zoo auch ein Minischwein geben wird?
Von den einen sehnlichst herbei gesehnt, von anderen gefürchtet: Die dunkle Jahreszeit. Wo die einen sich am Schnee vor Freude laben und die anderen wegen der Rutschgefahr bangen, zeigt Schoki ein ganz ungewöhnliches Verhalten: Er will nicht mehr aufstehen und in die Schule gehen! Ja, liebe Eltern winterfauler Kinder, ihr seid nicht allein. Wo Schoki im Sommer morgens, sobald sich der Erste gerührt hat (also Winja), aufsprang und nach einem kurzen Frühstück es nicht abwarten konnte, zur Schule zu kommen und dort nach einer Schulhofrunde in die Klasse zu kommen, sieht es jetzt anders aus. Er kommt nur widerwillig aus dem Bett, schnappt sich nur kurz sein Frühstück und verdrückt sich dann am liebsten wieder bei Bernd, Conny oder Winja unter die Bettdecke. Draußen ist es ja auch noch dunkel, also warum aufstehen, denkt sich das Schwein. Hat ihm denn noch keiner das mit den Jahreszeiten erklärt? Machen Minischeweine etwa Winterschlaf? Tiefgehende Recherchen haben ergeben, dass Wild- und Minischweine keinen Winterschlaf und auch keine Winterruhe brauchen. Naja, wenn das Internet das sagt, wird es wohl so sein. Mit viel gutem Zureden und einer schön warmen Winterjacke lässt er sich dann doch heraus Locken. Wir glauben, dass der Grund warum er dann doch in die Schule geht der
Adventskalender für Schoki ist!
Die Schüler aus Schokis Stammklasse haben sich eine besondere Vorweihnachtsüberraschung überlegt: Für jeden Tag gibt es aus einem kleinen Säckchen EINE NUSS! Jeden Morgen stürmt er, in der Klasse angekommen, zum Adventskalender und macht Sitz, bis ein Schüler kommt und ihm seine Advent Überraschung gibt. Dass es jeden Tag nur eine Nuss gibt sieht er leider nicht unbedingt ein und schleicht immer wieder zum Kalender. Vielleicht macht ja jemand eine Ausnahme. Zum Glück ist immer so viel in der Klasse los, dass es genug Ablenkung gibt!
Schon wieder Schnee, immer noch och neeeeee
Bevor es aber morgens in die Klasse geht, steht für Schoki ja eigentlich der allmorgentliche, ca 20 Minuten dauernde, Schulhofrundgang an. Eine für Alle Schüler*innen und Schoki wundervolle Tradition. Aber mit Schnee? Keine Chance. Wie eine vierbeinige Ballerina umtänzelt er jede weiße Flocke, die ihm begegnet und wirft Conny den „muss ich da jetzt wirklich lang laufen“ Blick zu. Wir erinnern uns: Minischweine haben sehr empfindliche Hufen und Schweineschuhe gibt es noch nicht. Somit ist bei Schnee für ihn der direkte Weg ins Schulgebäude und die Klasse die erste Wahl. Liegt kein Schnee und nur die Kälte klirrt, dreht er immerhin ein paar Runden und sagt den Schüler*innen und Eltern Hallo.
Aber wenigstens hat Schoki eine kuschelige Winterjacke.
Schoki darf in die Sauna!
Was? Wirklich? Und was ist mit Flugzeugen, Ärzten, Restaurants, Kinos, Museen, oder Legoland? Das darf er jetzt auch, denn er wurde zum *european certified emotional support animal* zertifiziert. Dafür brauchte es seine Ausbildungsbescheinigung und eine ärztliche Beurteilung. Na los Schoki, mach die Welt zu einem Platz mit mehr lächelnden Menschen die…ja, Schwein haben ein Schwein zu sehen, wo nie ein vierbeiniges Schwein vorher gewesen ist.
In der Meyer’schen Wohnung waren Handwerker zum Zählertausch:
„Kieke mal, een Schwein!“
„Haste noch nie jehabt in Berlin?“
„Nee, Du?“
„Klar, seh ick öfters in Wohnung in Berlin, meestens in Zehlendorf.“
„Macht ja och voll Sinn. Sind ja voll jut für Allergiker. Voll das beste Haustier.“
„In Weißensee war ick mal in ner Wohnung, die hatten sojar zwei.“
„Krass!“
Neue Nachbarn
Es gibt neue Nachbarn. Mit Hund. Bevor sie eingezogen sind, fragten sie die Maklerin, ob das Haus auch hundefreundlich wäre.
Die Antwort der Maklerin: „Davon gehe ich aus, schließlich gibt es hier sogar ein Therapieschwein.“
Schoki als Verkaufsargument für Wohnungen. Welche ungeahnten Möglichkeiten sich mit einem Schwein so alles auf tun.
Gassi gehen in der Schule
Dank der Renovierung des eigentlich Klassenraums, befindet sich Schokis derzeitiger Klassenraum im Erdgeschoss. Dies hat zum Vorteil, dass Schoki rasch vor die Tür und zu seinem Lieblingsbaum laufen kann, wenn er mal muss. Auf Grund der geringen Distanz stört es ihn auch überhaupt nicht, wenn am anderen Ende der Leine ein Schüler statt Conny hängt. Man ist ja ratz fatz zurück. Conny kann alles durch das Fenster beobachten und fix raus, wenn es Probleme gibt. Next challenge solved: Schoki geht mit seinen Klassenrkameraden alleine Gassi.
Schokis erster Hotelbesuch: Rezeptionisstin kann ihn nicht richtig über den Tresen sehen: „Ist das ein Schäferhund?“
Schüler einer Klasse, in der Schoki zu Gast ist, diskutieren Nahrungsmittelpräferenzen. Ein Schüler: „Ich werde Schoki auf keinen Fall essen, dass ist nicht halal!“ …Glück gehabt
Land of confusion
In was für einem Land leben wir denn? Tesla in Brandenburg, Marsforschung professionell und die weltbesten saarländischen Schneebällchen im Teig, ja mit sowas können wir uns brüsten. Und was ist mit Geschirr für Schweine? Keine Chance!!!! Es bedurfte einer martiniquesischen Künstlerin mit Friedrichstadtpalastischen Referenzen um ein für Schoki passendes Geschirr zu fertigen. Auf diesem Wege danke an dich, liebe Vera, die du den Kontakt hergestellt hast! GUT GEMACHT!
Mutist mutiert im Treppenhaus
Es ist Freitag und Schoki und Conny haben Feierabend. Naja, Feierabend bedeutet nur, dass der nächste Termin vor der Tür steht und beide die Treppen unseres Wilmersdorfer Hogwards-Äquivalent herunter stürmen. STOP! WAIT! Schallt es da plötzlich und ein mutistischer english native läuft hinter den beiden her. Please wait, I want to pet the Pig! Please! Conny erwiderte, dass er das gerne kann, allerdings nur wenig Zeit ist. Kopfüber sprang der Schüler in das Bad um sich vorher die Hände zu waschen und stürmte mit bedacht zu Schoki und streichelte und spielte mit ihm. Ein immer verblüffter dreinschauender Mensch stellte sich als Einzelfallhelfer heraus und wundert sich, den Schüler in so kurzer Zeit so viel reden zu hören. GUT GEMACHT SCHOKI!!!
Radarfalle Schwein!
Das Leben unserer Gesetzeshüter kann vielfältig sein und reicht von malerischen Tätigkeiten an der Hamburger Flora bis hin zu Reiterei und Blasorchester. Doch sicher werden die Beamt*innen an den Radarkontrollen weniger um ihr Einsatzgebiet beneidet. Brummmmmm ein Auto. Brummmmmm noch ein Auto. An einem Tag hatte es 5 Polizist*innen zusammen gewürfelt, diese Tätigkeit vor dem Wilmersdorfer Hogwards auszuüben. Conny und Schoki, es war übrigens immer noch derselbe Freitag, verließen das Schulgelände. Als zwei Beamte auf Conny zu kamen, wurde es ihr doch mulmig. Mit Schoki haben wir schon Verrücktes erlebt, alles ist möglich! Die eine Beamte kniete sich sofort vor Schoki nieder: Wie süüüüüß der ist! Alle ihre Kollege*innen hatten ihr Fragen rund um Schoki mitgegeben und so musste Conny mal wieder Rede und Antwort stehen. Hat Sie gerne gemacht, konnten doch solange ein paar Anwohner der Radarfalle entkommen.
Es wurde ja schon einmal erwähnt, dass die Familie Meyer etwas ADHS-lastig ist. Also packte Bernd kurzer Hand die ganze Familie ein und fuhr zu den ADHS Tagen. Was einen dort erwartete waren jede Menge Workshops für Kinder und Erwachsene rund ums Thema und natürlich viele viele ADHSler. Was Bernd nicht bedachte, war: Wohin mit Schoki? Die Entscheidung viel nach Ausprägungsgrad (warum heißt es bei ADHS eigentlich nicht auch Spektrumsstörung?) und Conny blieb mit Schoki auf dem Fußballplatz in der warmen Herbstsonne. Geht schlimmer! Gerade als Conny es sich nun also in der Sonne gemütlich gemacht hatte, kam eine Frau mit Hund angerannt. Auch sie wollte zu den ADHS-Tagen und hatte natürlich auch nicht mit bekommen, dass Tiere keinen Zugang haben. Guess what? Für den Rest des Tages hatte Schoki einen vierbeinigen Freund auf dem Sportplatz und Conny war auch nicht langweilig. ADHSler halt! Man muss sie einfach lieben. Und ihre Hunde!
Herbstzeit – Schokizeit
Die Meyers dachten, wird es wieder kühler draußen wird sich Schoki wieder mehr vor dem Ofen räkeln, aber das war wohl falsch. Schoki hat sich über den Sommer ein ordentlich dickes Fell zugelegt und trotzt den Temperaturen. Dafür gibt es ja auch ausreichend Gründe: Trauben, Äpfel, Nüsse, Birnen, Hagebutten, … . Für Schoki fühlt sich also Herbst an wie Schlaraffenland. Aber die Meyers haben ja ein Herz. Die Ration im Meyer’schen Haushalt wird leicht reduziert, dafür darf sich Schoki draußen auf die Suche nach allem Essbaren machen.
Die Polizei, der Schokifreund
Bernd, Mädels, Tante und Onkel sind mit Schoki wandern. In einem kleinen Ort müssen sie einen Zebrastreifen überqueren. Polizei! Diese fährt noch kurz an der Wandergruppe vorbei, hält in der nächsten Kurve und kommt zu Ihnen. Was kommt jetzt?
„Uhh, ich musste jetzt einfach gucken kommen. Ich will auch unbedingt so ein Schwein.“ sagt die Polizistin. „Ich habe meinem Mann gesagt, sobald wir in das neue Haus ziehen, krieg ich eins. Da kann er grad machen was er will.“ Die junge Polizistin fragt Bernd und die Mädels noch eine ganze Weile nach dem Züchter, Haltung, Fressen usw. aus, ihr Kollege steht geduldig daneben. Alles andere muss für das Schwein schon mal warten.
Und im Hintergrund? Tante und Onkel stehen etwas abseits und beobachten das Treiben. Ein illusteres Bild bietet sich da. Die Familie mit dem Schwein, die von der Polizei „verhört“ wird erregt eine Menge Aufmerksamkeit bei den Passanten. Was haben die wohl gerade verbrochen?
Conny war mit Schoki im Hof, da kam der Nachbar mit einer Schüssel Gurken. „Ich war gerade so genervt von meinen Meetings, da hab ich das Schwein unten gesehen und dachte, ich muss jetzt das Schwein streicheln.“
Therapieschwein Schoki ist für Gurken und Streicheln natürlich leicht zu begeistern und nach diesem kleinen Intermezzo kehrte der Nachbar glücklicher zurück zu seinen Meetings und Schoki… nun ja, noch satter zurück in die große Wohnung.
Brauchen wir ein Schokischild?
Eine Woche war vergangen seit der Schüler mit besonderem Betreuungsbedarf bei Schoki war und nun war es für ihn wieder soweit, dass er Schoki sehen wollte. Zur großen Freude der Lehrerin fertigte er seine Aufgaben zügig und soweit sauber an und durfte auf höfliche Nachfrage zu Schoki in die Klasse schauen.
Och Neee! Ausgerechnet an diesem Tag war er (logistische Gründe) nicht da und der Schüler trottete enttäuscht zurück in seine Klasse. Der Tag war natürlich gelaufen. Kurze Rücksprache mit den Klassenlehrern, in Zukunft geben wir besser Bescheid, wenn Schoki dem Unterricht mal fernbleiben sollte.
Kinderladen Schoki!
Das Erwachsene und Jugendliche Schoki lieben, haben wir ja nun festgestellt. Aber die Reaktion einer Kinderladengruppe beim Anblick Schoki’s war dann doch herzerweichend. Die kleine Schar stand mit aufgerissenen Augen und lachenden Mündern um ihn und durften „Hallo“ zu Schoki sagen, der alles ganz ruhig mitmachte. Eine Erzieherin hat ihre kleine Pause sogar dazu genutzt, um ihre Tochter die nebenan wohnt zu holen, denn sowas mitten in Wilmersdorf zu sehen, ist doch Schwein gehabt.
Schoki hat Bock auf Schule! Morgens steht er schon mit dem Schwänzchen wedelnd vor der Haustür, manchmal schon mit in der Nähe platzierter Leine. Unten auf dem Hof zieht er in Richtung des Autos und schaut auf der Fahrt genau, was um ihn herum geschieht. Natürlich nur, falls er nicht wieder eingeschlafen ist. Wir vermuten er lernt den Weg auswendig.
Kaum angekommen stürmt er an der Leine Richtung Schule und kommt erst nach 3 gedrehten Runden des freudvollen Grunzens wieder zu sich. Um dem Strom der Menschen auf den Treppen zu entgehen, lässt er sich bis in seinen Klassenraum tragen und begrüßt jeden morgen immer den gleichen Schüler als Erstes.
Das Bild
Jedes Jahr kommt sie wieder: Die Schulfotografin!
Und als Schokis Klasse an der Reihe war, kriegte sie sich nicht wieder ein. „Ick hab heute morgen nen Cappuccino jebracht bekommen, dachte der Tach kann nich besser werden, wa? Kann er doch!“ Entfuhr es dem Mund der Fotografin.
Sogleich insistierte Sie ein paar Porträt Bilder mit Schoki und Conny machen zu dürfen, sowas bekomme man schließlich nicht jeden Tag vor die Linse.
Beglückt von Schokis Fotogenität wollte sie nur noch wissen ob es normal für Schweine ist, bei so viel Gewusel so entspannt zu bleiben. Für Therapieschwein Schoki lautet die Antwort ganz klar JA.
Übrigens hat die Klasse darauf bestanden, dass Schoki mit auf das Klassenportrait kommt.
Schwein zieht an
Morgens im Schultreppenhaus. Niemand ist da, nur Connys Sohlen und Schokis Pfoten klatschen auf die Stufen. Da kommt ihnen ein Schüler hinterher gelaufen und sagt: „Das Schwein ist aber süß“ und Conny freute sich, da dieser Schüler noch nie ein Wort zu ihr gesagt hatte. Es ist ein betreuungsintensiver Schüler aus einer Klassen mit … mehreren betreuungsintensiven Kindern.
Und speziell dieser spricht so gut wie nicht und bewegt sich ungern abseits konditionierter Routen. In diesem Fall begleitete er Schoki in seinen Klassenraum und schwatzte ein wenig mit Conny über das Schwein.
Die Lehrerin des Jungen meldete später zurück, dass der Junge an diesem Morgen auffällig entspannt in den Schultag startete und ob wir das nicht jeden Tag machen könnten.
Und das beste: An einem der folgenden Tagen hatte dieser Schüler eine Aufgabe zu erledigen, für die Ruhe wichtig ist. Was in seiner Klasse ja so eine Sache ist. Also fragte seine Lehrerin, die an diesem Tag allein im Unterricht war, kurzerhand bei Conny, ob der Schüler bei Ihr für 90 Minuten rein könnte um zu arbeiten. Sie wäre begeistert wenn er wenigstens ein paar Aufgaben anschauen würde. Kaum war sie wieder raus machte sich der Schüler an die Arbeit und hatte nach etwa 15 Minuten alle Aufgaben erledigt. Frau Meyer, darf ich mit Schoki spielen? Jaaaa klar
Als die nächste Stunde anfing waren die Schüler doch mal neugierig: Warum war der Schüler bei uns? War voll ok, aber nur mal so aus Neugier…
„Naja, er geht halt zum Arbeiten außerhalb seiner Klasse in keinen anderen Raum als unseren.“ Erklärte Conny und die Schüler meinten, dass sie das voll verstehen können, ist halt die beste Klasse